Der Weg zur Therapie

So erhalten Sie Ihr Rezept (die sog. Verordnung)

Wenn der behandelnde Arzt (meist ein HNO-Arzt, Kinderarzt, Phoniater, Internist, Kieferchirurg oder Neurologe) eine Stimm-, Sprech-, Sprach- oder Schluckstörung feststellt, erhalten Sie eine Verordnung für die logopädische Therapie. Die Behandlung muss vom Arzt unbedingt verordnet und dann unmittelbar aufgenommen werden. Der medizinische Befund ist auf dem Rezept angegeben. Weiterhin ist dort festgehalten, ob es sich um eine Erst- oder eine Folgeverordnung handelt, ob Hausbesuche notwendig sind und ob bei Erwachsenen die Zuzahlungspflicht besteht oder entfällt.

Sollten Sie selbst oder Angehörige von Ihnen den Verdacht haben, dass eine sprachtherapeutische Behandlung erforderlich ist, können Sie auch direkt mit unserer Praxis Kontakt aufnehmen, damit wir Ihnen die am nächsten gelegenen oder für das in Frage stehende Problem zuständigen Fach- oder Hausärzte nennen können.

Gesetzliche Regelungen zu den Kosten und Zuzahlungsregeln

Die logopädische Therapie ist Teil der medizinischen Grundversorgung, die Kosten werden in der Regel sowohl von den gesetzlichen als auch von den privaten Krankenkassen getragen. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Erwachsene einen Eigenanteil in Höhe von 10 Prozent der Therapiekosten zu zahlen haben. Diesen Betrag stellt die sprachtherapeutische Praxis dem Patienten direkt in Rechnung. In manchen Fällen wird dieser Eigenanteil von Seiten der Krankenkassen übernommen - Auskunft hierüber erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse auf Anfrage.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind grundsätzlich von der Zuzahlung und der Verordnungsgebühr befreit. Da wir als Therapeuten nicht immer wissen können, wie die Zuzahlungsbedingungen im Einzelfall sind, können Sie sich als Patient vor Beginn der Behandlung bei Ihrer jeweiligen Krankenkasse informieren.

Zusätzlich zur Zuzahlung müssen grundsätzlich 10 € pro Rezept vom Patienten gezahlt werden, unabhängig von der Anzahl der verordneten Therapien.

In Zukunft werden von den Krankenkassen nur noch dann Befreiungsbescheinigungen ausgestellt, wenn die Belastungsgrenze von 2 Prozent des Bruttoeinkommens zum Lebensunterhalt pro Kalenderjahr erreicht wird. Bei chronisch Kranken liegt diese Grenze bei einem Prozent des Bruttoeinkommens pro Kalenderjahr. Bei der Berechnung dieser Summe sind alle Zuzahlungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung einzurechnen.

Terminvereinbarung

Bitte beachten Sie, dass aufgrund gesetzlicher Regelungen die Therapie spätestens 14 Tage nach Ausstellung des Rezeptes aufgenommen werden muss! Aus der Erfahrung schlagen wir deshalb vor, sich zuerst zwecks Terminvereinbarung mit uns in Verbindung zu setzen, bevor Sie zum überweisenden Arzt gehen. Erst danach sollten Sie sich maximal 14 Tage vor dem vereinbarten Termin das Rezept durch den behandelnden und überweisenden Arzt ausstellen lassen.